Leben und leben lassen!

“Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, andere gibt’s nicht.”

Konrad Adenauer

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Kurz nachgebellt: Mein Kumpel Duke

Komme gerade von einem Besuch bei meinem Kumpel Duke in Berlin zurück. Zehn Monate ist der jetzt und fit wie ein Turnschuh. Er kam auch über Vizsla in Not nach Deutschland und wurde von seinem neuen Frauchen im Februar adoptiert. Ich hab mich so gefreut, als ich den Jungspund sah. Der hat einen langen Leidensweg hinter sich. Wurde in Ungarn mit gebrochenem Hinterbein aufgelesen, dort zweimal operiert und nun mit Physiotherapie weiterbehandelt. Sein Frauchen hat sich nämlich fest in den Kopf gesetzt, aus Duke einen richtig gesunden Vizsla zu machen. Und das ist ihr gelungen. Man sieht kaum mehr was von seinem Handicap! Wir sind durch den Wald gesaust, und Duke hat mich sogar abgehängt. Alter Schlingel! Seht am besten selbst!

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Annäherung an Israel

Anette Kinter hat mit ihrer Erzählung ein atmosphärisch dichtes Werk über eine Israel-Reise geschrieben. Ein Buch, das auch voll und ganz dem Untertitel „Es hat geschmeckt“ entspricht. Denn es geht hier nicht nur um Begegnungen mit einem Land, das für viele immer noch ein no go oder die Annäherung an die Geschichte Jesus’ bedeutet.

Es geht dabei auch ums Essen, ums Trinken und ums Genießen. Zum Beispiel um Pita-Brot mit leckerem Pilz-Humus, um Challot, dem Sabbat-Brot, das in der Familie gereicht wird, oder um Limonana, hinter dem sich Minzblätter mit Limonade und Eis verbergen.

Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Israel von Nord nach Süd, erzählt über ihre Treffen mit Menschen – Fremden wie Freunden. Doch in ihrem Werk geht es um viel mehr als nur um die Reise an sich, es geht auch um eine Liebesbeziehung – die zu ihrem Freund Edu, einem israelischen Staatsangehörigen, der, wie die Autorin auch, in Deutschland lebt. Man erfährt viel über die beiden, beispielsweise über die Suche nach einem Job in der Ferne, über die Bewältigungen des Alltags in der Heimat. Die Autorin erzählt von den Widersprüchen, die sie beide erfahren, die Ignoranz, mit der man fremden Besuchern begegnet, dem kleinen Mädchen, das in Jerusalems Altstadt hasserfüllt einen Stein auf die Gäste werfen will. Doch auch von der ständigen Militärpräsenz und dem Austausch mit Gleichaltrigen, die Vergangenes endlich ruhen lassen wollen.

Manchmal ist sie sich selbst fremd, sieht einen ganz  anderen Edu vor sich, einen, dessen Vita sie nicht kennt, der ihr nun fast geheimnisvoll und unerklärlich gegenüber steht. Sich selbst in jener Vergangenheit zu finden, die nur Edu kennt und in der sie nicht existent ist, fällt ihr zunehmend schwerer.

Ein Buch, das aufrüttelt, das nachdenklich macht: Über Politik, über Gefühle zwischen Menschen, die sich scheinbar für immer fremd bleiben und über die Liebe zwischen einer Deutschen und einem Israeli.

Anette Kinter: „Haya taim meod. Es hat sehr gut geschmeckt. Eine Reise durch Israel“, 140 Seiten, 8,90 Euro.

Der Trailer zum Roman:

Mehr über die Autorin:

http://sl4lifestyle.wordpress.com/2012/05/13/anette-kinter-dipl-theaterpadagogin-autorin-filmemacherin/

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No comment oder von der Sinnlosigkeit des Schlachtens

Dem Metzger von der Schlachtbank gesprungen

Entlaufener Bulle sorgt für Aufregung

Ein Bulle ist am Montagmittag, kurz bevor er geschlachtet werden sollte, einem Metzger ausgebüxt. Das, wie die Polizei mitteilt, in diesem Gemütszustand nicht ganz ungefährliche Tier rannte ungezügelt durch den Ort. Einige Streifen aus Karlstadt und Würzburg waren im Einsatz, bis der Bulle schließlich von der Polizei mit einer geeigneten Waffe erlöst werden konnte.

Kurz vor 12 Uhr hatte sich das Charolais-Rind aus der Obhut eines Metzgers befreit und war über die Obere Hauptstraße geflüchtet. Nach einem kurzen Bad im Gartenteich eines Anwohners konnte das aufgebrachte Tier auf einem unbebauten Grundstück in der Frühlingstraße gestellt werden.

Die Polizeistreifen sperrten den Gefahrenbereich um den 650 Kilogramm schweren Bullen herum ab, um eine Gefährdung von Menschen auszuschließen. Gegen 12.40 Uhr wurde das sichtlich unter Stress stehende Tier getötet. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/main-spessart/art129810,6800086

Lesen Sie auch zum Thema:

http://sl4lifestyle.wordpress.com/2012/04/13/tiere-essen/

http://sl4lifestyle.wordpress.com/2012/02/08/fleisch/

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Hommage an Robin Gibb und die Bee Gees

Noch einmal die 1970er Revue passieren lassen …

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Kurz nachgebellt: Balou

Vor ein paar Wochen traf ich Balou wieder. Ich erschrak, wie langsam er geworden war. So richtig gute Freunde waren wir zwar nie, aber ich mochte ihn. Er hatte Persönlichkeit, stand irgendwie immer über den Dingen und legte sich mit keinem anderen Vierbeiner an. Wir haben uns nur kurz beschnüffelt, dann zog er wieder von dannen, trottete mit hängendem Kopf hinter uns her.
Später, beim Abschied, meinte sein Frauchen. „Vielleicht seht Ihr Balou heute zum letzten Mal.“ Ich blickte ihm lange in die Augen und er mir, das war’s dann. Gehört habe ich nichts mehr von ihm. Gestern sagte mir Frauchen, dass Balou gestorben sei. Das hat mich sehr traurig gemacht. Hier ein Bild zur Erinnerung an ihn.

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Kurz nachgebellt: Der Frühlingspinkler

… und genau auf die Primel der Nachbarin!

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Stierkampf ist keine “Fiesta”

Jordi Portabella i Calvete ist ein katalanischer Politiker und Präsident der Regierungsgruppe ERC im Stadtrat von Barcelona. Er ist Diplombiologe und Umweltingenieur und hält den Lehrstuhl für Umweltwissenschaften an der katalanischen Internationalen Universität inne.

Er war die treibende Kraft, dass im Jahre 2004 Barcelona vom Stadtrat symbolisch zur stierkampffreien Stadt erklärt wurde. Vor vielen Jahren schon hat er dem Stierkampf den Kampf angesagt und seine unermüdliche Arbeit wurde im Juli 2010 von der Entscheidung des katalanischen Parlaments für ein Verbot von Stierkämpfen in der Autonomie von Katalonien gekrönt.

Statement:

“Der Stierkampf ist keine ‘Fiesta’ und repäsentiert nicht den spanischen Staat. Bei der Geschichte des Stierkampfs handelt es sich um die Verdrehung der Realität, der Verheimlichung der Wahrheit. Dem deutschsprachigen Leser kommt da sicher einer der großen Namen der deutschen Kultur in den Sinn, der des Poeten Rainer Maria Rilke, dessen Name mit dem Stierkampf verbunden ist. Obwohl eine Allee in Ronda (Málaga) seinen Namen trägt, hat der Poet niemals einen Stierkampf gesehen. Er ließ sich nur von der in der damaligen Epoche vorherrschenden Mode des Exotischen – alles was mit Spanien zu tun hatte – leiten.

Aus der Ferne gesehen, entgegen aller Realität, beschreibt er in seinen Texten, wie der Matador fast mit Feingefühl sein Schwert in den Körpers des Tieres eindringen lässt. Doch die Wahrheit ist sehr viel gefühlloser und äußerst diskutabel. Der Stierkampf ist ein Ausdruck todbringender grausamer und schmerzvoller Tortur.

Die Folter von Tieren ist so alt wie die Menschheit, wie weltweit viele Anthropologen und Kunsthistoriker belegen. Doch es ist nicht von der Hand zu weisen, dass mittlerweile der Respekt vor den Rechten der Tiere in Europa und anderen zivilisierten Ländern zu einem verankerten Wert geworden ist. Es ist nutzlos, sich auf Geschichte und Tradition zu berufen, um Lebewesen weiterhin Schaden zuzufügen. Und mehr noch, wenn diese Geschichte gefälscht ist wie die, die versucht, den Stierkampf als spanisches Nationalfest zu etablieren. Das war er nie und wird es auch nie sein.

Stierfeste sind Bestandteil einiger Feste an verschiedenen Orten Europas und ganz und gar nicht kennzeichnend für den modernen spanischen Staat. Es gibt nachweislich Feste mit Stieren in Portugal, Frankreich, in Italien, England und Schottland sowie in Deutschland. Doch beim Stierkampf handelt es sich um etwas ganz anderes. Er ist eine Gegenreaktion zum intellektuellen Phänomen der Bildung und des Freidenkertums, zur  Entstehung der Umweltschutzbewegung. Deshalb auch die unsinnige Rechtfertigung, dass das Tier nicht leidet, dass es dafür geboren wurde, um in einer Arena geopfert zu werden. Im 18. Jahrhundert ließen die Befürworter des Stierkampfs ihre Wut in der Folter der Stiere aus. In der Irreführung als Mittel und Weg, barbarische Traditionen für eine arme Bevölkerung und noch ärmer in Kultur, gegenüber dem Fortschritt einiger Städte, für sich zu fordern.

Costillares, Pepe-Hillo und Pedro Romero sind die ersten , die dem Stierkampf im 18. Jahrhundert Gestalt und Form gaben und nicht etwa im entfernten Altertum. Die stärksten Befürworter sind die Regionen um Sevilla, Navarra und zum Schluss die Hauptstadt Madrid. Die Metropole, die erst unter der Diktatur von General Franco zur spanischen Hauptstadt wurde. Unter seiner Herrschaft wurde der spanische Staat zum exotischen und oberflächlichen Touristenziel ausgebaut, gestützt auf einfachen und rückständigen Ideen, um die Besucher zufriedenzustellen: Sonne, Flamenco und Stierkampf. Die  Grausamkeit des Stierkampfes war Francos Spanien eigen, doch heutzutage berücksichtigt die Demokratie die Rechte der Tiere und hat in Katalonien und auf den Kanarischen Inseln diesen barbarischen Brauch ausgemerzt. Bräuche übrigens, die ohne die Subventionen seitens der Regierung seit langer Zeit schon nicht mehr existieren würden.”

Übersetzung spanisch-deutsch:

Caroline Waggershauser, Mobil: 0034-638-958-224
E-Mail: cwaggershauser@gmail.com

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