Streben nach Glück

Glücksforscher behaupten, jeder könne sein Glück beeinflussen. Aber was ist Glück überhaupt? Und welche Rolle spielen Schornsteinfeger, vierblättriger Klee, ein gefundenes Ein-Cent-Stück? Das ganz normale Glücksgefühl widerfährt uns meist schicksalhaft. Etwa, dass wir von einem nahenden Unglück verschont bleiben oder das Glücksgefühl, das sich beispielsweise bei einem Lottogewinn einstellt. Diese Formen von Glück sind Zufälle, die von uns kaum beeinflussbar sind. Ganz anders verhält es sich mit dem Glücksempfinden, dem Glücksgefühl und dem Glücklichsein.

Wenn ich Freunde und Bekannte nach ihren Glücksgefühlen frage, beschreiben sie meistens flüchtige Situationen, in denen sie sich für kurze Zeit glücklich gefühlt haben. Zum Beispiel harmonische Zeiten mit dem Partner, ein gutes Essen, vertrauensvolle Gespräche oder der Augenblick eines Erfolges – es sind die kleinen vergänglichen Glücksmomente, die die meisten mit Glück verbinden. Glücksempfinden ist also etwas ganz Persönliches. Man will es festhalten und dauerhaft binden, doch dieser Wunsch ist nahezu unerreichbar.

Und doch gibt es Menschen, denen das gelingt. Die alles in allem in ihrem Leben zufrieden und oft sogar glücklich sind. Die Glücksforschung spürt diesem Phänomen nach. Sie verwendet statt des Glücksbegriffes allerdings lieber die Bezeichnung „subjektives Wohlbefinden“.

Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel weist darauf hin, dass die Anhäufung materieller Werte nicht zu einer dauerhaft höheren Zufriedenheit führt. Dann beginnt schnell ein Teufelskreis von Gier nach mehr, rascher Gewöhnung, gefolgt von Überdruss in immer kürzeren Abständen. Wer stets darauf bedacht ist, mitzuhalten oder zu übertreffen, erreicht das Gegenteil von Glück.

„Rattenrennen“ nennt der amerikanische Ökonom Richard Easterlin den Wettkampf um den sozialen Status. Sich von den sozialen Vergleichen zu lösen und stattdessen herauszufinden, was einem wirklich wichtig ist, sei daher der richtige Ansatz für eine gewisse Lebenszufriedenheit. Doch eine ganz unverzichtbare Grundvoraussetzung für ein „glückliches Leben“ ist übrigens Gesundheit. In der Tat bewerten 80 Prozent der Deutschen Gesundheit als höchstes Gut zum Glück. Vielleicht tragen unsere Glückssymbole, wie Schornsteinfeger und Co., doch irgendwie dazu bei!

Haben Sie ein persönliches Glücksrezept?

Glück empfinden ist meistens etwas ganz Persönliches.

Glück empfinden ist meistens etwas ganz Persönliches.

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Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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Eine Antwort zu Streben nach Glück

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