Als Frau allein unterwegs: Was tun gegen Belästigungen?

IMG_3902 (Large)Als Touristin muss man auf der Hut sein. Vor allem, wenn man alleine reist. Und vor allem in Indien, worüber ich gestern geschrieben habe. Andere Länder – vor allem die in Südostasien – sind dagegen relativ sicher. Apropos Indien: Auch ich hätte bei einer Gruppenvergewaltigung keine Chance. Sobald ich alleinreisend irgendwo ankomme, baue ich mir ein Netzwerk auf, das aus Hotelpersonal oder Leuten, mit denen man beruflich oder privat zu tun hat, besteht. So hat man schon mal einen Rückhalt, wenn man ihn braucht.

Ich reise seit vielen Jahren sehr oft allein und kann mögliche Risiken gut einschätzen. Das ist mein Vorteil. Ich habe eine gesunde Portion Misstrauen und bin nicht allzu vertrauensselig, wenn sich mir Fremde nähern. Und, ich bin distanziert und zeige es auch. Manche würden das für arrogant halten. Aber egal – das hat mir bis jetzt immer geholfen. Risiken geht man immer ein, wenn man unterwegs ist. Ich kenne zig Annäherungsversuche, sei es auf die sexuell motivierte Art oder auf die geschäftliche, also die, wo Menschen aus einem den größten Profit herausholen wollen. Beide Typen sind auf die gleiche Art sehr unangenehm. Klar ausgedrückt heißt es für mich, kalkulierbares Risiko Ja, unkalkulierbares Risiko Nein.

Tipps gibt auch die neue Ausgabe (2015) von Reise Know How-Verlag: Indien. Der Süden, Seite 666: Frauen unterwegs.

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Über sl4lifestyle

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9 Antworten zu Als Frau allein unterwegs: Was tun gegen Belästigungen?

  1. kat+susann schreibt:

    Mir fällt es manchmal schwer, zu unterscheiden, ob es einfach nur nett ist, oder ob etwas von mir gefordert wird. Meine Tochter war Monate vor mir in Ramallah, und als ich sie besuchte und wir über den Markt gingen, rief es von überall her: Welcome to Ramallah! You`re Welcome! Ich empfand es als wunderbar herzlich und warm, und sie sagte:, sie dachte, das würden sie nur zu ihr sagen, als „Anmache“ weil sie jung und blond ist. Und stellte mit mir fest , das es EINFACH NUR HERZLICH gemeint ist.Trotzdem , ich kenne das Gefühl, wenn ich weggucken muss auf den Märkten, weil ich sonst als potenzielle Käuferin unglaublich festgenagelt werde. Und dieses Gefühl, ob ich unfreundlich bin, weil ich wegschaue oder NO! sage. Oder besser gar nicht reagiere. Da passt nicht zu unserer anerzogenen europäischen „immer freundlich sein“ Mentalität.

    • sl4lifestyle schreibt:

      Du hast Recht, manchmal muss man einfach versuchen, zu unterscheiden, was angebracht ist und was nicht. Ich bin dann lieber einmal mehr unhöflich als dass ich Probleme bekomme. Damit komme ich meist gut zurecht. Schönes Wochenende. LG Sabine

      • Ich stimme dir zu, auch ich agiere distanziert und reflektiert – alle mal besser als ein Risiko einzugehen. Trotzdem finde ich es schade und extrem ungerecht, dass einem wahrscheinlich allein aufgrund eines Chromosoms viele interessante Gespräche und Erfahrungen entgehen, weil man Sicherheitsmaßnahmen ergreifen muss, weil einige Vertreter des anderen Geschlechts sich nicht im Griff haben und die Regeln des respektvollen Umgangs nicht beherrschen. Was Indien betrifft so muss ich sagen, dass ich in Begleitung nie Probleme erlebt habe. Die letzten drei Tage war ich aber allein – und wenn ich das Taxi genommen habe, hatte ich einen unschönen Subtext im Kopf, aufgrund der Medienberichte – obwohl die Fahrer sehr professionell und nett waren. Als Reisesüchtige liebe ich das Reisen aber zu sehr, als dass ich mich davon abhalten lassen würde, aber ich bin vorsichtig. Was ist aber mit Frauen, die in diesen Ländern geboren sind, und für die häusliche Gewalt und Willkür Alltag sind? Wir sind priviligiert.

      • sl4lifestyle schreibt:

        Liebe Christine, Du hast Recht, ich lasse mir das Reisen dadurch nicht beeinträchtigen. Ich war im November in Rajasthan unterwegs, mit meinem Mann und mit Fahrer und Auto für 3,5 Wochen. Das war natürlich sehr angenehm. Ich reise auch lieber sicherer und nahm mir wie jetzt auch in Südindien für 3 Tage einen Fahrer, der mir vom Hotel empfohlen wurde und der mich zu den anderen Ressorts und dem Hausboot gebracht hat. Das ist mir auch das Geld wert, denn Sicherheit geht immer vor. Demnächst reise ich nach Pakistan und werde berichten. Obwohl es da ähnlich wird, denn ich bin mit lokalen Kollegen unterwegs. Ich erlebe auf meinen Reisen sehr viele Insider-Geschichten über Frauen, da ist vieles ganz erschreckend, wie im Oktober, als ich durch Afghanistan reiste und mich mit Frauen oft unterhalten habe. Ja, wir sind sehr, sehr privilegiert, Du hast Recht. Schönes WE Dir und bleib gesund. Sabine

  2. KOHLORI. MAGAZIN. schreibt:

    Das wichtigste ist Respekt vor allen Situationen. Aufmerksamkeit und gesunder Menschenverstand.

    Ich denke gerade als Tourist sollte man sein Reiseland schon vor der Abfahrt sehr gut kennen. Und nicht allzu unbedarft abreisen.

  3. dschungelpinguin schreibt:

    Ich muss sagen, dass ich schon froh bin, ein Mann zu sein. Obwohl ich noch nie in Asien war. Vielleicht nimmst du mich mal als Reisebegleiter und Bodyguard mit?
    Beste Grüße, Andreas

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