Dogs for People – Strassenhunde in Rumänien

Dogs for People RO 2015

Emanuela und Hund Mulan während einer Therapie-Sitzung.

Anfang Februar 2016 fand im rumänischen Bukarest die Eröffnung des neuen Zentrums für tiergestützte Therapie der Stiftung VIER PFOTEN statt. Hier werden Kinder mit Beeinträchtigungen von ehemaligen Streunerhunden therapiert. Bis zu 60 Kinder können im Jahr behandelt werden. Die Sitzungen werden von Physiotherapeuten und Hundeführern beaufsichtigt. Für die kleinen Patienten ist die Behandlung kostenfrei, das Therapiezentrum ist zu 100 Prozent spendenfinanziert.

Opening Animal-Assisted Therapy Centre RO 2016

Das neue Zentrum für tiergestützte Therapie in Bukarest.

Wir erinnern uns noch an die grausamen Massenmorde der Straßenhunde in Rumänien. Diese gehen auch jetzt weiter, leider ist das Thema nicht mehr so öffentlichkeitswirksam wie es vor zwei Jahren war. Die Tiere werden dort immer noch eingefangen und getötet.

Daher ist die Eröffnung des neuen Zentrums ein wichtiger Schritt für die Streunerhunde in Rumänien. Das neue Zentrum, soll zeigen, wie wertvoll diese Tiere für die Gesellschaft sind.

Ziel des Projektes ist, einerseits die öffentliche Meinung in Rumänien im Bezug auf Streuner zu verändern, indem man zeigt, wie wertvoll diese Tiere für die Gesellschaft sein können. Gleichzeitig ermöglicht das Projekt den Hunden ein besseres Leben und hilft Kindern und Jugendlichen mit geistigen und körperlichen Behinderungen.

Viele Streunerhunde eignen sich hervorragend als Therapiehunde. Ihre Eigenschaften wie Sensibilität, Verlässlichkeit und beeindruckendes Durchhaltevermögen machen sie zu ausgezeichneten Therapie- und Rettungshunden.

Die Arbeit mit diesen Tieren erfordert ein umsichtiges und regelmäßiges Training durch professionell geschulte Hundetrainer sowie ein passendes Umfeld und eine spezielle Ausrüstung.

Alle Hunde erfüllen die Internationalen Anforderungen an Therapiehunde und haben die nationale Prüfung zum Begleithund bestanden. Sie sind gerüstet für ihr neues Leben als Therapiehunde.

Die spezielle Tier-Mensch-Beziehung macht den großen Erfolg tiergestützter Therapie aus: Ein Tier begegnet einem Menschen unvoreingenommen, daher kommunizieren Menschen mit geistiger Behinderung meist leichter mit einem Tier als mit einer Person.

Das Team arbeitet mit zwei Psychologinnen regelmäßig in mehreren Institutionen im Großraum Bukarest. Die Kinder und Jugendlichen, die an der tiergestützten Therapie teilnehmen, werden zweimal in der Woche eine Stunde von „ihrem“ Therapiehund und dem Hundetrainer besucht. Alle Treffen werden von ihren Betreuern überwacht. Die Patienten machen leichte Übungen mit dem Hund, sie lernen z.B. wie sie den Hund füttern und belohnen können. Durch die Entwicklung einer tiefen Beziehung zu dem Hund wird ihr Selbstbewusstsein gefördert und sie können besser mit Alltagssituationen umgehen.

Die Psychologen stellen einen deutlichen Fortschritt im Verhalten der Kinder und Jugendlichen fest, die Entwicklung der Patienten ist sehr positiv. Sie agieren mit mehr Selbstvertrauen, können sich besser konzentrieren, sind weniger aggressiv und nehmen ihre Aufgaben mit den Hunden sehr ernst. Umgekehrt, wird den Hunden ein Ausmaß an Beachtung und Zuneigung zuteil, das sie nie erleben durften.

VIER PFOTEN ist die erste Organisation, die mit diesem Projekt die tiergestützte Therapie nach Rumänien gebracht hat. „Dogs for People“ ist die einmalige Chance zu zeigen, dass Streunerhunde eine der wichtigsten Aufgaben erfüllen können.

Fotos: VIER PFOTEN

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Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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7 Antworten zu Dogs for People – Strassenhunde in Rumänien

  1. anudasa schreibt:

    Das ist toll 🙂 🙂

  2. marliesgierls schreibt:

    Tolles Projekt! Habe ja selber 2 rumänische Hunde und 4 Pflegehunde vor Ort. Wäre schön, wenn sich die Situation im Land irgendwann mal ändern würde, aber bis jetzt ist alles nur der Tropfen auf dem heißen Stein, was mich nicht daran hindert weiter daran zu arbeiten.
    Liebe Grüße Marlies

  3. Jürgen schreibt:

    Hi Sabine

    Schöner Beitrag … Was fehlt ist das Spendenkonto 😉✨

    Jürgen

    Von meinem iPhone gesendet

    >

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