Tierschutz: 7 „No go“ beim Reisen

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Wollt Ihr auf einer Auslandsreise faszinierende Tiere zu Gesicht bekommen, solltet Ihr darauf achten, nicht auf vermeintliche „Attraktionen“ oder Showprogramme mit misshandelten Tierbabys oder Wildtieren hereinzufallen. Denn während Urlaubsreisende ihre freie Zeit in vollen Zügen genießen, werden exotische Tiere vielerorts unter oftmals desolaten Bedingungen als Besucherattraktionen eingesetzt. Gerade in Touristenhochburgen wird oft mit tierischen Attraktionen gelockt. Doch die Lebensbedingungen der Tiere sind teilweise derart katastrophal, dass viele Touristen bereuen, Geld für solche Angebote ausgegeben zu haben.

1. Elefanten- und Kamel-Trekking

In Thailand und anderen Ländern Asiens ist das Elefanten-Trekking fester Bestandteil vieler Tour-Angebote. Was Euch jedoch nicht gezeigt wird: Die sensiblen Riesen werden von klein auf mit einem spitzen Haken geschlagen und mit tagelangem Anbinden gefügig gemacht. Wer auf einem Elefanten reitet, sollte sich darüber im Klaren sein, dass es sich immer um ein schwer misshandeltes Tier handelt, dessen Wille mit körperlicher und seelischer Gewalt gebrochen wurde.  Von Fahrten in einer Pferdekutsche sowie von dem in nordafrikanischen Ländern vielerorts angebotenen Kamelreiten sollte ebenfalls Abstand genommen werden. Die Tiere werden häufig geschlagen und das stundenlange Warten und Laufen in der sengenden Sonne ist für sie eine Qual.L1190395 (Large)

2. Tiershows, Zoos und Delfinarien

Immer mehr ausländische Zoos lassen ihre Tiere in fragwürdigen Showprogrammen auftreten. Teilweise werden die Tiere dabei sogar vor Euren Augen misshandelt. Meidet deshalb Zoos und Delfinarien unbedingt, denn auch die beengten und nicht-artgerechten Unterbringungen werden bei Euch Entsetzen hervorrufen. In vielen Ländern gibt es keine adäquaten Gesetze, die Tiere vor Missbrauch und schlechten Haltungsbedingungen schützen. Vorsicht insbesondere auch vor den Zoos auf den spanischen Urlaubsinseln: Jedes Jahr erhält PETA zahlreiche erschütternde Besucherberichte.

3. Foto-Shootings mit exotischen Tieren

Insbesondere in Asien und Lateinamerika ziehen windige Geschäftemacher mit kleinen Äffchen, Tiger- oder sogar Elefantenbabys durch die Touristenhochburgen, um Euch zu spontanen Foto-Shootings mit den exotischen Tieren zu animieren. Von solchen Angeboten solltet Ihr unbedingt Abstand nehmen, denn dahinter verbergen sich stets sehr traurige Fälle von Tierquälerei. Für die Tierkinder, die häufig ihrer Mutter gewaltsam entrissen wurden, bedeutet das ständige Herumreichen puren Stress. Viele dieser Tiere sterben aufgrund der Strapazen und unzureichender Versorgung viel zu früh.

4. Wildtier-Auffangstationen

Auffangstationen, die von Euch ruhigen Gewissens besucht werden können, stellen ihre Schützlinge nicht für Shows oder Trekkingtouren zur Verfügung. Gute Einrichtungen unterbinden Nachzuchten, weil das begrenzte Platzangebot für Tiere in Not benötigt wird. Ihr solltet daher darauf achten, dass die Unterbringung der Tiere großzügig und naturnah gestaltet ist. Zu meiden sind selbsternannte Elefanten-Refugien, in denen die sensiblen Tiere nachts und zum Teil sogar tagsüber stundenlang angekettet werden. Besucherberichte im Internet helfen, eine Vorauswahl zu treffen.

5. Stierkämpfe

In Spanien, Frankreich und einigen Ländern Lateinamerikas gibt es noch immer blutige Stierkämpfe, bei denen die Tiere durch zahlreiche Lanzenstiche langsam zu Tode gequält werden. Die meisten Arenen können – wie in Spanien – nur durch den ständigen Zustrom von Touristen überleben. Stierkämpfe gehören daher auf die Tabu-Liste jedes tierfreundlichen Urlaubers.L1180689 (Large)

6. Souvenirs

Viele Mitbringsel aus exotischen Ländern, die tierischen Ursprungs sind, werden bei der Einreise vom deutschen Zoll beschlagnahmt. Oftmals wird sogar ein Bußgeld fällig, denn auch wenn der Erwerb eines Souvenirs im Reiseland problemlos war, so kann es sich leicht um eine geschützte Tierart handeln. PETA empfiehlt, überhaupt keine Souvenirs tierischen Ursprungs zu kaufen, da die meisten dieser Tiere extra für den Verkauf an Touristen getötet werden. Besondere Vorsicht ist bei „versteckten“ Tierbestandteilen geboten, wie zum Beispiel Schnitzereien aus Elfenbein, Korallen, Muscheln oder Leder.

7. Ernährung

Für viele Menschen ist das Ausprobieren der lokalen Küche ein fester Bestandteil einer schönen Urlaubsreise. Der Konsum tierischer Produkte kann jedoch unvorstellbares Tierleid bedingen, weil es insbesondere in exotischen Ländern kaum Gesetze gibt, die die Tiere vor Grausamkeit schützen. Ernährt Euch daher am besten vegan (oder vegetarisch, das mache ich zum Beispiel unterwegs); auch weil dadurch das Risiko einer durch Lebensmittel hervorgerufenen Infektionserkrankung deutlich gesenkt wird. Mit der Internetseite HappyCow.Net können vegane Restaurants an fast jedem Reiseziel gefunden werden. Für Deutschland gibt es PETAs veganen Restaurantführer.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA

Was Ihr sonst noch tun könnt:

  • Wenn Euch vor Ort die Buchung einer vermeintlichen „Attraktion“ mit Tieren angeboten wird, sagt dem Veranstalter höflich, aber unmissverständlich, dass Ihr das aus Tierschutzgründen ablehnt.
  • Bittet Euren Reiseveranstalter oder Euer Reisebüro in Deutschland, Elefanten- und Kamelreiten sowie Delfinarien- und Zoobesuche aus Tierschutzgründen grundsätzlich nicht mehr anzubieten.
  • Fragt in Restaurants und Hotels gezielt nach veganen/vegetarischen Speisen. Spätestens die Urlauber, die nach Euch kommen, werden davon profitieren, denn die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Habt Ihr noch weitere Vorschläge? Ich freue mich über Eure Kommentare.

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2 Antworten zu Tierschutz: 7 „No go“ beim Reisen

  1. kormoranflug schreibt:

    Vielen Dank für den Beitrag. Es gibt noch gefangene Aras, geschundene Esel zum Reiten, Affen zum füttern usw. usw. Tourismus ist auch sehr grausig.

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