Kollege Hund!

P1130456 (Large)Ich hatte früher auch schon mal Gaston mit im Büro dabei. Plötzlich kamen mehr und mehr Kolleginnen und Kollegen ins Zimmer, um ihn kurz zu sehen, zu streicheln oder ein paar Worte an ihn zu richten. Einige hatten für diese Gelegenheit auch Leckerlis dabei. Auch andere Mitarbeiter hatten ihren Hund dabei. Das sorgte immer für eine positive Grundstimmung.

Das ist nun leider vorbei, da ich in ein Großraumbüro umgezogen wurde. Eigentlich schade! Der Besuch der Vierbeiner hat die Arbeitsfreude und -motivation tatsächlich gesteigert. Jetzt gibt es auch eine Studie über Hunde am Arbeitsplatz.

Der neue Kollege

„Kollege“ Hund sorgt unter richtigen Voraussetzungen für ein angenehmes Arbeitsklima. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Banfield Tierklinik in Portland, USA. Aus ihr geht hervor, dass Arbeitsplätze mit Hunden als äußerst positiv bewertet werden. Die Arbeitsmoral wird höher, die Effektivität und Produktivität steigt und die Mitarbeiter zeigen einen geringeren Stresslevel. Auch der Hund profitiert davon: Im Gegensatz zu dem Vierbeiner, der stundenlang allein in den heimischen vier Wänden ausharren muss, bis sein Halter oder seine Halterin wieder zurück kommt, braucht der Bürohund diese Trennung erst gar nicht erfahren. Für die Psyche des Tieres ist dies äußerst positiv.

„Damit sich der Hund am Arbeitsplatz seines Halters wohl fühlen kann, muss er seinen eigenen Platz mit Korb, Decke oder ähnlichem an einer ruhigen Stelle bekommen“, sagt Sarah Ross, Heimtierexpertin bei VIER PFOTEN. „Er darf keiner Stresssituation ausgesetzt werden, die zum Beispiel durch eine extrem laute und unruhige Umgebung, hohe Temperaturen oder laute Druckergeräte entstehen kann.“

Frisches Wasser darf genau so wenig fehlen wie die regelmäßige Fütterung. Jedem Vierbeiner muss zudem die Möglichkeit gegeben werden, sich zu erleichtern und am besten auch mit Artgenossen zu spielen. Da die Pausenzeit meistens zeitlich gering ausfällt sollte mit dem Hund schon vor Arbeitsbeginn eine ausgiebige Gassi-Runde gegangen werden. Dies ist insbesondere bei sehr agilen Hunden wichtig, da sie sonst ihren Bewegungsdrang und Spieleifer während der Arbeitszeit austoben werden. Dies kann die Konzentration der Kollegen schwer beeinträchtigen und von der Arbeit ablenken. Grundsätzlich sollte die Hunderasse zu den ruhigeren zählen. Sehr aktive Hunde, wie beispielsweise Border Collies, sind im Büro schnell unterfordert.

Ausschüttung des Liebeshormons

Neben der Banfield-Studie unterstützen weitere den positiven Einfluss des Hundes auf das Arbeitsklima. So zeigt eine Arbeit der schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (Fakultät für Veterinärmedizin und Tierwissenschaft), dass Hunde bei uns Menschen den Ausstoß des Hormons Qxytocin aktivieren. Dieses  auch als Liebeshormon bekannte Hormon trägt zur Steigerung der sozialen Kompetenz bei und vermindert Depressionen. Große Unternehmen haben den positiven Effekt des Bürohundes bereits erkannt und erlauben ihren Mitarbeitern, ihre geliebten Vierbeiner mitzubringen.

Kein Arbeitgeber ist jedoch dazu verpflichtet, Hunde am Arbeitsplatz zu erlauben. Wer seinen Hund mitbringen möchte, sollte vorher die schriftliche Erlaubnis seines Arbeitgebers einholen. Im Sinne der Kollegialität und um spätere Stresssituationen vorzubeugen wird geraten, schriftliche Einverständniserklärungen auch von den Kollegen und Kolleginnen einzuholen um eventuelle Allergien und Ängste im Vorfeld abzuklären.

Jetzt mal an die Hundebesitzer unter Euch! Nehmt Ihr Eure Vierbeiner mit zur Arbeit? Freue mich über Eure Kommentare!

 

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13 Antworten zu Kollege Hund!

  1. JobcoachingBonn schreibt:

    Auf meinen früheren Arbeitsstellen waren Hunde leider strikt verboten. Nun als „Freelancerin“ ist Lasko natürlich immer dabei oder zumindest in der Nähe.

  2. kormoranflug schreibt:

    Kormorane hassen Büroarbeit und Grossraumbüros sowieso. Keine Tiere also für das Büroklima…..

  3. Ich bin nicht , aber bei meinem Mann im Büro haben zwei Mitarbeiter ihre Hunde dabei . Ich finde das toll. l.g.Anja

  4. Hilfe für Miranda schreibt:

    Ich hatte beinahe 10 Jahre in einer sehr guten Firma gearbeitet. Wir waren 120 Mitarbeiter und hatten 3 Firmenhunde. Davon gehörte einer mir. Unser Chef brachte seinen Hund auch mit, wenn er mal in die Firma reinschaute. Menschen und Hunde fühlten sich sehr wohl. Es herrschte ein ganz tolle Betriebklima und wir waren alle super motiviert. Leider erbte später der Junior-Chef die Firma, verkaufte sie und der Laden wurde geschlossen. Das war sehr traurig, denn wir waren wie eine große Familie.
    LG Susanne

  5. susanne schreibt:

    Emma ist ein Labrador-Mädchen und sie kommt von Anfang an mit ins Büro. Natürlich habe ich gefragt, ob jemand etwas gegen einen Bürohund hat. Aber weil es meine eigene Firma ist, hat wohl niemand nein gesagt. Allerdings war es klar zu sehen, dass die Freude nicht bei jeder Mitarbeiterin gleich war. Also hat Emma was getan: Die größte Skeptikerin am meisten umschwärmt – und dann ist die Liebe übergesprungen. Heute freuen sich wirklich all, wenn sie da ist und vermissen sie, wenn sie nicht kommt. Freilich ist ein Hund ein bisschen eine Umstellung, aber eine Umstellung zum Guten – und ich kann es nur jedem Arbeitgeber empfehlen, einen Bürohund zuzulassen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass der Vierbeiner die Regeln des Zusammenlebens beherrscht. Aber das sollte er ja auch außerhalb des Büros.

    • sl4lifestyle schreibt:

      Liebe Susanne, da hast Du vollkommen recht. In mein früheres Büro konnte ich auch Gaston mitnehmen. Das hat sich wie ein Lauffeuer in den Abteilungen herumgesprochen. Und siehe da, auf einmal hatten so viele Kolleginnen und Kollegen ein Leckerli in ihrer Schreibtischschublade. Ich bin absolut für einen Bürohund, er fördert Teamgeist und Miteinander.
      Danke für Deinen Beitrag.
      LG
      Sabine

      • susanne schreibt:

        Liebe Sabine, schön, dass du auch so gute Erfahrungen gemacht hast. Vielleicht können wir noch mehr Leute davon überzeugen. Für mich ist Emma die beste Burnout-Prophylaxe.
        Liebe Grüße aus Wien
        Susanne

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