Check in: Holzhotel Forsthofalm

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Es duftet nach Holz. Frischem Holz. Kein Wunder. Denn die Forsthofalm ist ein Holzhotel. Ohne Leim, dafür mit Buchenholzdübel; die Wände, Dielen, Dübel – alles ist aus dem Naturstoff. Dazu noch Glas, Stein und Keramik, puristisch eben. Genau das sei auch die Philosophie, betont Claudia Widauer. Ihrer Familie gehört das 110 Betten-Hotel in den Bergen über dem österreichischen Leogang. Wir treffen uns am offenen Kamin.

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Durch die großen Fensterscheiben geht der Blick auf den Sessellift hoch zur Ansitzer Bergstation auf 1.780 Meter. Der Kellner bringt einen Cocktail: „Jungbrunnen Berge“. Mit braunem Rum, Marillenlikör, Lime, Zitrone, Mandel, Mangopüree und Apfelsaft. Der deutsche Barkeeper-Vizeweltmeister Adnan Alija stand Pate, genau wir für den „Wild Thymian Fizz“ oder den „Apfelstrudel-Drink“. Viel Wert wird auf Ursprünglichkeit gelegt. Und die Alm-Cocktails sind authentisch.

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„365 Tage im Jahr ist das Leben schön“, oder „Eat, Love, Live“ beschreibt Claudia Widauer die Philosophie des Hauses. „Genau wie die Betonung auf Bewegung, Kulinarik und Wellness.“ Letzteres steht für Signature Treatments, die Behandlungen werden ganz der Person und ihrem Charisma angepasst. Alle Öle, Cremes und Peelings werden aus Bergkräutern selbst hergestellt, ebenso wie viele Zutaten für die Hotelküche.

alpincard-001Zu jeder Jahreszeit ist die Forsthofalm ein Gästemagnet. Im Frühling und Herbst gibt es perfekte Wanderwege und Erkundungen mit der Löwen Alpin-Card, die jeder Gast erhält und freie Gondelfahrten ebenso bietet wie den Wandertaxi-Gutschein oder reduzierte Museenbesuche, im Sommer das nahe Zell am See zum Baden und im Winter lautet das Motto „Ski in, Ski out“ mit dem Lift der zweitgrößten Skischaukel des Landes vor der Tür.

Alles begann mit dem ersten Ziegelstein im Jahr 1972. Ein Familien- und Gästehaus entstand. Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt vom Umdenken. In welche Richtung soll das Hotel gehen? Und heute? Das Holzhotel ist das letzte Glied einer langen Kette von Entscheidungen.

Was möchte der Gast, um die Anfahrt auf über 1.000 Höhenmeter überhaupt erst anzugehen? Was passt in die Landschaft? Es gab viele Ideen und genau so viele Umsetzungsmöglichkeiten. Ein engagiertes Architekten-Team machte den Bau möglich und damit auch renommierte Architekturpreise. Claudia Widauer zeigt auf die Wand: „Mondholz“, betont sie. „Die Bäume dafür werden nach uralter Tradition nur bei abnehmendem Mond geschlagen. Zwischen November und Januar!“ Somit könne das Holz seine volle Kraft entfalten.

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Man muss nicht Esoteriker sein, um sich hier wohlzufühlen. Und was die Kulinarik angeht, so gibt es eine vom GaultMillau ausgezeichnete Haubenküche. Eine Schauküche mit offenem Holzkohlengrill zaubert Steaks und Co., der Brotbackofen sorgt täglich für frisches Brot und Gebäck und das reichhaltige Angebot an vegetarischem und veganem Essen im Restaurant Kukka lässt keine Wünsche oder Überzeugungen offen. Dazu gibt es ein reiches Weinangebot mit veganen und naturbelassenen Weinen und auch einem Bio-Bier. „Die meisten Gäste sind sehr gesundheitsbewusst.“

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Eines meiner Lieblingsbereiche ist die große Dachterrasse mit dem Panorama-Rundumblick und dem Sky Spa, einem großzügigen Wellnessbereich mit verschiedenen Saunen, einem Dampfbad, dem beheizten Außen-Pool und verschiedenen Ruhebereichen mit Wasserbetten, Kamin und auch ganz individuellen Romantik-Arrangements. Wie zum Beispiel der Panorama-Badewanne für Zwei auf dem Dach. Tägliche Yoga- oder Pilates-Stunden, geführte Berg-Wanderungen oder spezielle Kräuter- und Salben-Workshops runden das Angebot für Körper und Geist ab. Im Sommer steht ein Badeteich mit Liegewiese und Holzliegen zur Verfügung. Über eine überdachte Holzbrücke gehen wir in den Behandlungsbereich. „Gemeinsam mit unserem Spa-Team sammle ich Kräuter, die wir verarbeiten.“ Claudia Widauer beschäftigt sich schon sehr lange mit der Anwendung von Naturprodukten. „Die Rezepte dazu stammen größtenteils von mir“, sagt die Kräuterexpertin.

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Das Hotel ist das ganze Jahr über geöffnet. „Beliebt sind auch unsere Weihnachts- und Silvesterangebote. Wir legen viel Wert auf Tradition.“ Ganz klar, dass auch Hunde willkommen sind. Die Vierbeiner kommen in der schönen Gegend auf ihre Kosten. Es gibt genügend Platz, sich in der Landschaft auszutoben. „Schnee haben wir normalerweise ab Anfang Dezember. Ausnahmen bestätigen die Regel. Manchmal hilft auch die Kunstschneekanone den Sikfahrern!“, betont die Juniorchefin.

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Am nächsten Morgen stehe ich auf mit Blick auf den Sessellift und die Mountain Biker, die mit rasender Geschwindigkeit näher kommen. Vor wenigen Minuten erst haben sie ganz oben begonnen, an der Ansitz-Bergstation, wo Europas längste Mountainbike-Strecke beginnt. Ich dagegen ziehe Schwimmen vor. Vor allem bei so einem angenehmen Dachpool, von dem aus ich direkt zu den Leoganger Steinbergen blicke. Und heute ist der Himmel stahlblau. Ich wickle mich in den Bademantel. Von den King Size-Liegen auf der Terrasse blinzle ich direkt in die strahlende Herbstsonne. Wie war das noch mal mit den 365 Tagen? Ja, das Leben ist schön. Beginne ich nun wieder mit einem Tag dieses Lebens: Ausruhen, wiederkehren, verweilen und vielleicht bleiben. Spätestens dann in einem Jahr, wenn ich zurückkomme. Warum eigentlich nicht?

Info: Jeder Gast zahlt den gleichen Preis, je nach Saison. Ausgenommen sind Getränke und Behandlungen.

Die Suiten

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Die Forsthofalm hat insgesamt 9 Suiten in vier unterschiedlichen Kategorien. Hier gibt es, je nach Gusto, Trinkwasserbehälter, in denen das Wasser rechtsgedreht und gefiltert ist, offene Kamine, großzügige Bäder und Balkone oder eigene Terrassen. Sie haben eine Größe von 35 bis 50 oder 67 bis 70 Quadratmeter.Die Juniosuite „Mountain Love“ vermittelt mit Feuerstelle und Kuschelecke die richtige Atmosphäre für Verliebte, andere dagegen, wie „Secret Forest“, bergen die Geheimnisse des Waldes. Darin gibt es das frei an Seilen hängende Doppelbett aus Zirbenholz und die eigene Sauna auf dem Balkon. „Suite 180 ̊ “ bezaubert mit Panoramabad, freistehender Badewanne, Heimkino und begehbarem Kleiderschrank sowie einem traumhaften 180 ̊ –Panorama.

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Die Suiten wurden von den Designern des TEAM7 entworfen.

Anreise zur Forsthofalm: Bahn oder Auto bis Leogang, Salzburger Land. Abholung mit Hotel-Shuttle. Im Winter besteht die Möglichkeit, das Auto im Tal zu parken.

www.forsthofalm.com

Fotos: Enric Boixadós

Der Aufenthalt wurde vom Holzhotel Forsthofalm unterstützt.

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