Geheimtipp Ochsenfurter Adventsgässle

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Es ist das Advents-Highlight des Jahres. Nicht nur für die Ochsenfurter. In Höfen, Häusern und „auf der Gass“ erwartet die Besucher neben fränkischem Glühwein, gehaltvoller Feuerzangenbowle und lukullischen Leckereien auch originelle Geschenkideen. Zum Beispiel am Stand von Klaus Anton Schäfer im historischen Rathaus. Lichttüten, schwer entflammbar, die schon mal Karl Valentin, die Monroe oder einfach nur Kirchtürme seiner Heimat zieren. Und dann gibt es noch die bemalten Main-Steine. „Die glitzernden Schutzengel auf den Steinen sind als Weihnachtspräsent gefragt“, sagt er.

Nebenan deutet Schreiner Alexander Karl auf seine Lernlaufhilfe in Lokomotivform. „Aus Echtholz für Kleinkinder“, beteuert der Hopferstädter. Er und Kollege Stefan Wiehl sind schon seit ein paar Jahren dabei. „Mittlerweile kommen zum Adventsgässle rund 12.000 Besucher“, betont Anne Derday vom Tourismusbüro. „Vor 16 Jahren fing es im Ehrenhof und der Spitalgasse an“, ergänzt Bürgermeister Peter Juks.

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Schreiner Alexander Karl aus Hopferstadt und die Lernlaufhilfe (links).

Mittlerweile ist der 3. Advent in Ochsenfurt eine Institution. Ein weihnachtlich geschmücktes Karree zieht sich bis zum Rathaus.

„Wir wollen lokale Produkte aus der Region und Unikate, die selbst gemacht sind“, erwidert Juks. Beim Adventsgässle finden die Gäste daher auch sehr viel Individuelles.

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Zum Beispiel einen Yak-Schal aus Nepal. Mit dem Verkauf unterstützt Klaus Meyer in der Ferne ein Schulprojekt. Sein persönliches Schlüsselerlebnis war eine Reise in das asiatische Land im Jahr 2002. Das Leid der Menschen und besonders der Kinder war prägend für den Ochsenfurter. Die von ihm unterstützte Schule hat heute 350 Schüler und 26 Lehrer. Er erinnert sich an die Anfänge mit 7 Lehrern und an das Herzblut, dass er in die gute Sache setzt. Immer wieder. Von Adventsgässle zu Adventsgässle!

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Klaus Meyer von der Nepalhilfe zeigt einen Yak-Schal.

Der fliegende Nikolaus von Horst Hartel ist jedes Jahr dabei und eine Attraktion. Staunende Kinderaugen, lächelnde Erwachsene, die dem Bärtigen in seinem Gefährt zugucken. Zusätzlich wird Tee gegen eine Spende ausgeschenkt. Zugunsten des Fördervereins Spital. Die Verantwortlichen haben ein ehrgeiziges Ziel: Im alten Spital sollen spätestens bis 2019 ein überregionales Museum zum Thema Main und Veranstaltungsräume entstehen.

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Der fliegende Nikolaus von Horst Hartel.

Und es gibt auch einen Stand, der die Nixe unterstützt. Die Fähre, mittlerweile aus Ochsenfurt nicht mehr wegzudenken, hat eine lange Tradition. Für Bürgermeister Juks war schon immer klar, dass die Nixe in Ochsenfurt bleiben muss. Und dafür gibt es den Verein, der an diesem Wochenende mit Punsch und Crêpes vertreten ist. „Damit wir auch weiterhin autark bleiben können“, ergänzt der Vorstand.

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Die Unterstützer der „Nixe“.

Die Oma war Ochsenfurterin. Deshalb dürfen Verena Sieber und Cara Wehner aus Nürnberg dabei sein. Sie verkaufen unter anderem das TaTuTä, landläufig bekannt als Taschentuchtäschchen. An ihrem Stand gibt es auch garantiert nadelfreie Filz-Bäumchen für jede Jahreszeit.

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Verena Sieber (rechts) mit dem TaTuTä!

Ein Muss ist die historische Kapuzinerkrippe in der Kirche St. Andreas. Doch zuerst wird am Stand des Ochsenfurter Carneval Clubs (OCC) eingekehrt. Er liegt ja auf dem Weg. Hier gibt es neben Hochprozentigem auch Drachenblut, den leckeren Kinderpunsch.

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Bürgermeister Peter Juks mit Sebastian Metzger als Nikolaus.

Feuertonnen spenden Wärme. Heiße Liköre mit Sahne oder eine Feuerzangenbowle laden zum Probieren ein. Warum auch nicht, denn „rund 50 Vereinsmitglieder sorgen für einen reibungslosen Ablauf“, betont OCC-Mitglied Thorsten Leimeister.

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OCC-Mitglied Thorsten Leimeister (2. v. li.) und seine Unterstützer.

Zum Innehalten geht es schließlich an die Krippe. 232 Figuren, 125 Tiere und Kulissenteile aus längst vergangenen Zeiten laden zum Verweilen ein.  Manche Figuren sind bis zu 400 Jahre alt. Und damit kommt eine gute Portion Weihnachtsgefühl auf, nach vielen Eindrücken, Gesprächen und lukullischem Genuss. Und das ist gut so.

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Die historische Kapuzinerkrippe in St. Andreas.

Ochsenfurter Adventsgässle am 16. und 17. Dezember 2017 von 14 bis 19 Uhr.

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Die Zuckerfee war auch dabei!

www.ochsenfurt.de

Fotos: Enric Boixadós

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Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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Eine Antwort zu Geheimtipp Ochsenfurter Adventsgässle

  1. It was a beautiful time. Nice moments

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