Corona – Die Rache der Tiere

Langsam geht es uns allen auf die Nerven: Die Berichterstattung über den Corona-Virus. Kaum mehr ein Wort davon, was denn überhaupt die Ursache für die mittlerweile weltweite Tragödie war. Da gab es doch diesen Wildtiermarkt in Wuhan, irgendwo in Zentral-China. Und dort soll er herkommen, dieser beängstigende Virus, der in unglaublicher Geschwindigkeit um die Welt eilt. Wenn sich nun jemand vorstellt, dass dieser Markt süße kleine Rehe, Eichhörnchen oder Waschbären als Spielgefährten und Haustiere verkauft, dann hat er sich geirrt. Denn all diese Tiere werden verspeist oder zu Potenzmittel und Arzneien verarbeitet.

Chinesen essen nun mal Tiere. Wie fast alle anderen Völker auch. Die einzige Ausnahme ist, dass sie alle Tiere essen: Das können schon mal süße Koalas sein, Schuppentiere, die Haut von Eseln, die Penise stolzer Tieren, die wir aus dem Urwald oder den Steppen dieser Welt kennen.

Und genau von dort, wo die Tiere normalerweise lebend ankommen, präsentiert werden und bei Bedarf und auf Wunsch des Käufers geschlachtet werden, soll dieser Virus nun herkommen. Bekannt ist auch, dass es Menschen gibt, die Tiere vor der Schlachtung noch quälen, oder sie langsam zu Tode kommen lassen, denn durch den Stress- und Adrenalinausstoß der gequälten Geschöpfe soll das Fleisch immerhin noch besser schmecken. Diese Methode betrifft auch die von uns allen geliebten Haustiere wie Hunde und Katzen, denn die landen auch erst gequält und dann gebraten auf den asiatischen Tellern.

Doch wie kann der Virus entstanden sein? Hat sich ein Tier gewehrt, geschrien, gekratzt oder gebissen, als klar war, dass ihm der Tod bevorstand? Ist der Virus vielleicht so auf den Schlächter übergesprungen, der ihn weiter verbreitet hat? Und der jetzt die ganze Welt verseucht? So oder so ähnlich kann es gewesen sein! Ein absolut logisches Szenario. Aber man spricht nicht mehr darüber, denn man will erstmal die Ausmaße bekämpfen und später vielleicht die Ursache. Wenn es erst mal ein Gegenmittel gibt, sind die Umstände des Ausbruchs dann eher zu vernachlässigen.

Fakt ist, dass China seine Tiermärkte geschlossen hat. Als Reaktion auf den Ausbruch. Doch es gibt zahlreiche Wildtierfarmen im Hinterland, die nur einen Zweck haben: Wildtiere zu züchten, damit Menschen sie auf ihren Speisezettel haben können. Die Farmen beliefern die Märkte, und die Märkte verkaufen an die Konsumenten. Ein Kreislauf, wie wir ihn alle kennen. Seitdem bekannt ist, dass das Virus von einem Wildtier stammt, werden die Farmen nicht mehr betrieben und die darin befindlichen Wildtiere ihrem Schicksal überlassen.

Nicht mal mit viel Fantasie kann sich jeder unschwer vorstellen, wie diese Tiere nun leiden. Und seit irgend jemand behauptet hat, dass Hunde das Virus eventuell übertragen können, steht die Welt abermals Kopf. Auch wenn die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das strikt dementiert, hat es sich in den Köpfen einzelner manifestiert. Mit der Folge, dass nun Haustiere verstärkt in Tierheimen abgegeben werden. Wenn die Tiere Glück haben! Dieses Handeln hat nun wiederum zur Folge, dass die Heime hoffnungslos überfüllt sind. Oder aber sie werden von unter Quarantäne stehenden Menschen, die zuhause bleiben müssen, von Hausdächern geworfen, damit sie ein schneller grausamer Tod ereilt, wie Bilder aus China vor ein paar Wochen zeigten. Oder sie werden in menschenleeren Städten und Wohngebieten ausgesetzt und so ihrem Schicksal überlassen. Wenn sie Pech haben!

Im besten Fall und das heißt im Klartext: Wenn wir alle die Viren heil überstanden haben, wird sich zeigen, ob diese Tragödie letztendlich, zumindest für Tierschützer wie mich, etwas Gutes hatte: Nämlich den achtsamen Umgang mit Tieren zu lernen, zu erhalten und zu schützen.

Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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2 Antworten zu Corona – Die Rache der Tiere

  1. Mary schreibt:

    Danke für diesen tollen Beitrag! Ich habe dem nichts hinzuzufügen!

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