Bücher für lange Tage

Donnerstag ist Lesetag! Wann sonst wohl werden wir mal wieder Zeit haben, ausgiebigst zu schmökern? Denn Bücher machen glücklich. Unumstritten! Man muss sich nur auf die Geschichten einlassen. Ich habe mich durch die virtuellen Buchläden geklickt und ein, so denke ich, vielfältiges Angebot für Euch gefunden. Wenn Ihr heute noch bei Eurem Lieblingsbuchladen bestellen wollt, treffen die meisten Lese-Schätze am Samstag bei Euch ein. Die Ostertage im Grünen auf einer Picknickdecke allein in aller Ruhe und mit einem Buch klingen doch schon mal nicht schlecht?

Leuchte wie ein Stern

Welche zehn Wege können Dir ein glücklicheres Leben ermöglichen? Was hat sich für Dich im letzten Jahr zum Guten gewendet? Welche drei Dinge wolltest Du schon immer machen und was hat Dich davon abgehalten, sie zu verwirklichen? Die Autorin Meera Lee Patel aus Brooklyn, New York ermutigt Euch in ihrem neuen Self-Care-Journal dazu, diesen Fragen auf den Grund zu gehen, damit Ihr schließlich mehr Selbstliebe und Selbstfürsorge entwickeln könnt. Mit aktivierenden Fragen, Tagebucheinträgen, Mini-Übungen, Zitaten berühmter Persönlichkeiten und Illustrationen zeigt Meera den mühelosen und kreativen Weg zur inneren Balance und echter Zufriedenheit durch Self-Care. Sie selbst inspiriert sich für ihre Werke durch ruhige, magische Momente oder Erlebnisse aus dem Alltag.

Meera Lee Patel: Leuchte wie ein Stern. Das Self-Care-Journal, 115 Seiten, 14,99 Euro

Jessica Andrews

Lucy ist wie so viele junge Frauen, die, den Schulabschluss frisch in der Tasche, in die Städte dieser Welt ausströmen: Beflügelt von der neuen Freiheit – und auch ein bisschen überfordert. Zwischen Uni und Nebenjob gibt sie sich in London dem Rausch der Großstadt hin, trifft sich mit Männern, tanzt die Nächte durch. Doch die Familie und ihre Herkunft aus der Working Class lassen sie nicht los, und auch der pralle Alltag in London und die alles überstrahlende Euphorie fordern ihren Tribut. Als Lucys Großvater stirbt, nutzt sie die Chance und steigt aus: Sie zieht in sein Cottage an der irischen Küste und macht sich daran, endlich ihren Platz im Leben zu finden. Die New York Times vergleicht die Debütantin schon jetzt mit der berühmten irischen Schriftstellerin Edna O’Brien.

Jessica Andrews: Und jetzt bin ich hier, 336 Seiten, 23 Euro.

William Trevor

Das Vermächtnis und geniale Abschiedsgeschenk eines großen Schriftstellers: William Trevors Erzählungen beleuchten die Abgründe menschlichen Daseins und werfen Licht auf Momente von existentieller Bedeutung. Da ist etwa das Mädchen, dessen tot geglaubte Mutter sich als höchst lebendig und kerngesund herausstellt. Oder die Klavierlehrerin, die die Diebstähle ihres Schülers stillschweigend hinnimmt, weil er so wunderbar spielt. Und der italienische Cafébesitzer in London, der sein Café nach der Frau benennt, die ihn verlassen hat. Einfühlsam, tiefgründig und mit stilistischer Raffinesse erzählt Trevor von den Leben ganz gewöhnlicher Menschen in einer Welt, in der das Glück vorübergehend und nur unter Vorbehalt zu genießen ist, in der die Vergangenheit die Gegenwart bestimmt und zufällige Begegnungen die Einsamkeit für einen Moment vertreiben können. Also genau so wie im richtigen Leben auch!

William Trevor: Letzte Erzählungen, 208 Seiten, 24 Euro

Mutterzeit

Kümmer‘ dich um die Mamm‘, bittet der Vater seine Tochter auf dem Sterbebett. Sie nickt, ohne das Gewicht ihrer stummen Antwort einschätzen zu können. Die Tochter, Bärbel Schröder, weiß nicht, was auf sie zukommt, wie lange es gehen und wie viel Mutterzeit sie aufbringen wird, bis sie ihr Ziel erreicht hat, ihre Aufgabe erfüllt. Sie weiß nur, dass sie sich kümmern will, so gut es eine Tochter nur kann. Sie ahnt nicht, dass diese Aufgabe zwanzig Jahre dauern und ihr eigenes Leben immer mehr bestimmen, und sie darüber alt werden und an manche Grenzen stoßen wird, nicht zuletzt ihre eigenen. Noch weniger kann sie sich vorstellen, wie nah sie ihrer Mutter kommen wird – ja, so nah es zwischen Mutter und Tochter nur geht, am Ende in wunschloser Nähe, einem so leichten wie innigen Gefühl. „Mutterzeit“ ist der sehr persönliche und berührende Bericht einer Tochter, die ihre Mutter im Prozess des Altwerdens begleitet. Wie Bärbel Schröder diese zwanzig Jahre des ständigen Kümmerns meistert und wie es ihr gelingt, trotz aller Widernisse der Mutter einen glücklichen und würdigen Lebensabend zu ermöglichen, ist ermutigend und vorbildhaft für alle, die selber vor der Situation stehen, sich um ihre alten Eltern kümmern zu müssen.

Bärbel Schröder: Mutterzeit. Vom Glück, meine Mutter in ihren letzten Jahren zu begleiten, 365 Seiten, 20 Euro.

Das Haus der Verlassenen von Emily Gunnis

Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret’s Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen … Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret’s zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Bald erscheint auch mit „Die verlorene Frau“ das neue Buch von Gunnis. Man darf gespannt sein. In ihren Debütroman hier könnt Ihr Euch schon jetzt einlesen.

Emily Gunnis: Das Haus der Verlassenen, 398 Seiten, 20 Euro

Gesund AlternLast but not least darf hier auch ein Gesundheitsratgeber nicht fehlen. Es ist ein alter Menschheitstraum: Ein langes Leben in Glück und Gesundheit. Die moderne Altersforschung bietet eine ganze Reihe gesicherter Erkenntnisse, wie wir länger körperlich wie mental fit bleiben. Beides hängt eng miteinander zusammen.
Wie lautet also die Wunder-Formel? Kurz gesagt: Es geht um das richtige Maß an Ernährung, Bewegung und Genuss. Dr. Malte Rubach, Ernährungswissenschaftler und Experte für gesundes Altern, erklärt in seinem neuen Gesundheits-Ratgeber mithilfe aller aktuellen wissenschaftlichen Studien, wie es gelingt, gesund und glücklich alt zu werden. Was kann man zum Beispiel für die eigene Herz-Gesundheit tun? Wie lassen sich Knochen stark und Muskeln flexibel und voller Energie erhalten? Warum ist der Faktor Genuss genauso wichtig wie Ernährung und Bewegung? Der Autor deckt alle Mythen zum Thema „Gesund altern“ auf: Weshalb leben die Menschen in den sogenannten Blue Zones der Welt wirklich länger? Verkürzt der Konsum von tierischen Produkten das Leben tatsächlich? Diesen und vielen weiteren Fragen geht er auf den Grund. Fundiert und praktisch umsetzbar mit Hilfe von kleinen Übungen für den Alltag bietet er eine kompakte Essenz des aktuellen Forschungsstands.

Dr. Malte Rubach: Das Geheimnis des gesunden Alterns, 336 Seiten, 20 Euro

 

 

Über sl4lifestyle

Journalistin aus Leidenschaft, Tierschützerin mit Hingabe und neugierig auf das Leben. Ich stelle Fragen. Ich suche Antworten. Und ab und zu möchte ich die Welt ein Stückweit besser machen ... Manchmal gelingt es!
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