Die Philosophie des Geschmacks

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„Erst als die Speisen auf dem Tisch standen konnte er anfangen, sich zu entspannen. Die weißen Tofuwürfel lagen wie kleine Kostbarkeiten im satten, öligen Rot der Chilisoße. Die Auberginen hatten genau die richtige, cremig-weiche Konsistenz, er sah es sofort, der Pok Choy, leicht mit Knoblauch gedämpft, hatte seine Frische behalten, er schmeckte sie mit den Augen, fühlte sie auf der Zunge, bevor er das Gemüse überhaupt probiert hatte.

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Und die Melone! Die vielen Schattierungen ihres Grün! An manchen Stellen zart und hell, fast durchsichtig, an anderen dunkel und saftig, wie die Farbe der Reisfelder kurz vor der Ernte. Er liebte ihre Bitterkeit. Er liebte diesen dominanten Geschmack, der sich nicht anbiederte, der sich nicht sofort vom nächstbesten Aroma vertreiben ließ, der in seinem Mund nachklang, bis die Wucht des Sichuanpfeffers ihn endgültig überlagerte.

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Er probierte ein Stück vom Mapo-Tofu, eine seiner Lieblingsspeisen. Sofort füllte die rauchige, erdige Würze seinen Mund aus, ihr folgte der typische Geschmack des Sichuanpfeffers, der Zungenspitze und Lippen demnächst betörte, dann ein wenig betäubte und dessen einmalige Schärfe er im Rachen und bis in die Ohren spürte.“

Aus dem Buch „Das Flüstern der Schatten“ von Jan-Philipp Sendker

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Check in: Nikki Beach, Koh Samui

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I do like good clubs. And when they are in a tropical destination even better. The concept of Nikki Beach I experienced for the first time in Saint Tropez, Southern France.

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And yet, the island of Koh Samui has to offer another one of those extravagant beach clubs, which build up their reputation for more than 20 years. With worldwide locations at seaside places such as Miami, Mallorca, Ibiza and Dubai.

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Nikki Beach Koh Samui is not only a destination for a day chilling in the pool, walking on the beach or dancing to the sounds of the DJs. It is also an 48-room beach resort, where the accommodations are set into 2 separate wings with the beach club at the center.

There are posh garden and seaside villas, pool access suites, pool view suites and a penthouse. Several suites con also be converted from 2 up to 5 bedrooms, when families or friends like to stay together. And the pool is the longest on the whole island, ready for doing some of your sporty laps.

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The garden villas have a total of 70 square meters. You can be there in the middle of the party scene but also feel like on a secluded island. This is just up to you! In addition there are a wellness spa, gym, Thai cooking classes and a beachfront massage pagoda.

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My friend Pam and I enjoyed Nikki Beach very much.  And for the romantic souls of you: From your pool bed you can watch one of the best sunsets ever.

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Nikki Beach Koh Samui: Not only a party location but certainly a great club to remember.

Do you want to see more of my impressions? Here!

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www.nikkibeach.com

 

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Die Leichtigkeit des Seins

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„Es ist wichtig, dass wir uns bewusst werden, wie viel von unserem eigenen Glück mit dem Glück anderer zu tun hat. 
Es gibt kein individuelles Glück, das von dem anderer ganz unabhängig ist.“

Dalai Lama

Und wir sollten in der Tat dankbar sein für die schönen Tage und Momente, denn sie werden so nicht wiederkehren. Es wird andere wundervolle Augenblicke geben, aber nicht mehr jene, die wir einmal erlebt haben.

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Der harte Winter des Lebens

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„Seit 2007 engagiere ich mich für alte Menschen in Not in Lviv. Daraus ist in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz ein kleines aber nachhaltiges Projekt entstanden. Unter anderem erhalten mittellose und chronisch kranke Renterinnen und Rentner kostenlose Medikamente.“

Till Mayer

Kollege und Auslandsreporter Till Mayer unterstützt mit seinen Projekten alte und arme Menschen in der Ukraine.

Seht Euch hier passend zum Thema seinen bemerkenswerten Film an.

Spendenaufruf:

DRK-Landesverband Badisches Rotes Kreuz
Sparkasse Freiburg / Nördlicher Breisgau
IBAN: DE50 6805 0101 0013 0894 89
SWIFT:-BIC: FRSPDE66XXX
Verwendungszweck: 9617 Ukraine-Hilfe

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Fotos: Till Mayer

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Welche Haustiere lieben wir am meisten?

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Fische gehören zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Was für eine Überraschung!

Hättet Ihr das gedacht? 44 Prozent aller deutschen Haushalte besitzen ein Heimtier! 2016 waren es 31,6 Millionen Katzen, Hunde, Kleinsäuger und Vögel. Nicht gezählt wurden Fische und Reptilien.

Katzen: 13,4 Millionen

Hunde: 8,6 Millionen

Kleintiere: 5 Millionen

Vögel: 4,6 Millionen

Aquarien, Teiche: 3,6 Millionen

Terrarien: 700.000

Habt Ihr ein Lieblingshaustier oder hättet es gerne?

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Check in: Kamalaya, Koh Samui

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Es gibt Zeiten im Leben, da sollte man auf seinen Körper hören. Und nur auf den. Ich habe es immer wieder vernachlässigt und fühlte meine Energie und Kreativität schwinden. Aber ich habe weitergemacht als ob nichts wäre, habe viel gearbeitet, den Ärger im Job lange genug ignoriert und war viel unterwegs. Allein auf einer Reportagereise hatte ich ein Dutzend Starts und Landungen. Das Ankommen, das Abreisen, einfach das Unterwegs-Sein genieße ich normalerweise sehr, doch auf einmal fühlte ich nur noch die Pflichten, um meinen Job gut zu machen.

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Fragen über Fragen

Die Begegnungen und interessante Menschen mit ihren spannenden Biografien hatten mich für die Anstrengungen und die vielen Jetlag immer entschädigt. Auf erste Warnzeichen achtete ich nicht. Erst als ein guter Freund, ein Homöopathe, mir klarmachte, dass ich eine zukünftige Burnout-Kandidatin sei, horchte ich auf. Ich dachte nach. Wie lange wird es dauern, bis ich vollkommen bewegungsunfähig bin, bis meine Psyche mich lähmt und mein Körper nicht mal das wöchentliche Sportprogramm mehr mitmachen kann? Ich hatte immer diese geballte Energie in mir. Doch jetzt fühlte ich mich zunehmend schlechter. Am besten ging es mir, wenn ich lange, sehr lange schlafen konnte.

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Meine Suite mit Sitzecke und Schreibtisch.

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Terrasse mit Blick aufs Meer.

Ich wälzte mich durch das Internet, um eine Kur zu finden, die mich innerhalb ein paar Wochen wieder back on the track und zu meiner ursprünglichen Stärke zurückbrachte.
Meine australische Freundin Jane, mit der ich mich austauschte, erzählte mir von der Magie des Kamalaya-Resorts auf der Insel Koh Samui im Golf von Siam.

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Wieder half mir Google bzw. die Webseite der Anlage. Ich sah mir die unterschiedlichen Programme an und entschied mich schließlich für das Balance und Revitalise-Programm. Ich schrieb meiner Freundin, die gerade das Structural Revival-Programm für mehr Beweglichkeit, Vitalität und Stabilität abgeschlossen hatte, und sich wie ein neuer Mensch fühlte.

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Reiki-Master Unni aus Indien: Magische Hände.

Doch ich hatte gezielt nach einer Therapie, die Body, Mind und Soul kombinieren konnte, gesucht. Jane bestätigte mich in meiner Wahl. Bevor ich buchen konnte, musste ich noch einen Flug finden. Alles nicht so einfach, da mein Resturlaub lange Zeit nicht genehmigt wurde, und die Flugdaten immer knapper wurden.

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Ayurveda-Therapeutin Sheena: Bei der einstündigen Massage entspannte ich so sehr, dass ich einschlief.

Nach einer Zwischenlandung und Umsteigen stand mir nicht der Sinn, so bekam ich noch einen Platz in einem Lufthansa-Flieger, der mich in zehn Stunden direkt nach Bangkok brachte. Auch meinen Weiterflug nach Koh Samui buchte ich gleich. Das waren noch einmal 2 Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen und einen kurzen Flug von 55 Minuten bis ich auf der Insel war. Schon vorher hatte ich das Kamalaya-Resort kontaktiert und ließ mir den Aufenthalt schon mal reservieren. Nachdem ich die Flüge hatte, konnte ich endlich fest buchen.

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Angekommen.

Ich schwebte direkt ins Paradies. Schon sieben Tage mit Therapieeinheiten, die die Seele und das Herz schön machen, reichen aus, um einer drohenden Burnout-Attacke den Kampf anzusagen. Jeder muss selbst wissen, wie weit er ist und wann es absolut nötig ist, auf seine innere Stimme zu hören. Ja, es sind die kleinen Behandlungen und Angebote voller Wertschätzung, die dem Gast lehren, sich und die Umwelt klarer zu betrachten, beide besser zu analysieren und letztendlich gute Lösungsansätze zu finden.

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8 Hektar Paradies

Das Kamalaya Resort hat eine Fläche von 8 Hektar tropischen Regenwald mit Hügeln, Pools und Spa-Einrichtungen. Die einzelnen Zimmer und Suiten liegen weit auseinander, entweder man läuft oder lässt sich im kleinen Van fahren. Es gibt keine Fernseher und jeweils nur eine Stunde Internetzugang am Tag. Rauchen und Alkohol sind verpönt.

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Dazu gibt es Höhlen in denen Dampfbäder integriert sind, einen großen Lap-Pool zum Bahnen schwimmen, einen weiteren am Strand, 2 Restaurants, ein eigenes Wellness-Koordinationszentrum und zahlreiche Behandlungsräume. Dazu Yogasäle, Fitnessräume, eine Galerie für Gesprächsrunden und einen Pavillon, in dem Konzerte stattfinden. Handys und Digitales sind außerhalb des eigenen Zimmers nicht gern gesehen. Rund die Hälfte der Gäste kommt allein.

Das „Du“ als angenehmer Umgangston

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Eines der 2 Restaurants.

Deshalb gibt es den großen Gemeinschaftstisch im Restaurant, an dem die Gäste mit Leichtigkeit ins Gespräch kommen. Das „Du“ gehört zum Umgangston. Viele sprechen offen darüber, warum sie im Kamalaya sind, manche schon zum wiederholten Mal. Auch Hollywood-Regisseur Oliver Stone gehört zu den Gästen. Fotos sind nicht gern gesehen, die Besucher wollen unter sich sein. Verständlich, denn unter ihnen sind nicht selten Top-Manager, Staranwälte, erfolgreiche Künstler oder Investment-Banker. Mit ihnen saß ich allabendlich am Tisch. Es geht international zu, und man sollte Englisch können.

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Chefkoch Kai Müller (rechts) und ein Teil seines Teams.

Das Essen ist Genuss pur. Chefkoch Kai Müller aus Chemnitz sorgt mit seiner 30-köpfigen Kochcrew für ein unvergessliches Genussabenteuer, egal ob Detox, vegetarisch oder ganz normal. Zum täglichen Einerlei will danach keiner mehr zurück, soviel ist sicher. Deshalb bietet Kai auch regelmäßig Kochkurse an.

Der Mönch aus dem Himalaya

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Ehemaliger Mönch: John Stewart.

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Mit Kamalaya-Gründer John Stewart.

John Stewart gründete das Kamalaya im Jahr 2005. Er hatte vorher in Nepal gearbeitet. Als er jünger war, lebte der gebürtige Kanadier als hinduistischer Mönch für 10 Jahre in einer Höhle an den Berghängen des Himalaya.

Doch dazu wird es bald ein eigenes Porträt geben, denn das, was hinter der Verwirklichung dieses Lebenstraumes steht, ist reine Magie. Schon längst hat er im Kamalaya seine Heimat und seinen spirituellen Platz gefunden, Dieser Aura können sich auch die Gäste nicht entziehen.

Während meiner Zeit vor Ort habe ich den Alltag vergessen. Erwachen kann man dann durchaus als neuer Mensch. Ich zumindest fühlte mich wie neugeboren.

www.kamalaya.com

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Mein Aufenthalt wurde vom Kamalaya-Resort unterstützt.

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Päckchen nach drüben

Vorweihnachtszeit in Deutschland Ende der 1960er Jahre. Ein zweigeteiltes Land. Wir waren im Westen, doch ein Großteil meiner Familie war drüben. Drüben, so nannte man die Ostzone. Für mich als kleines Mädchen aus der damals gerade mal 20 Jahre alten Bundesrepublik war es ein geheimnisvolles Land, in das man nicht so ohne weiteres reisen konnte.

Dresdner Christstollen und Bohnenkaffee

Die DDR war nicht greifbar. Überhaupt nicht. Doch der Dresdner Christstollen, der uns jedes Jahr in der zweiten Adventswoche mit der Paketpost erreichte, bedeutete für meine Familie Freude, Zuversicht und Zusammenhalt. Weihnachten nahte.

Drüben lebten Großonkel und Großtante sowie die Cousins und Cousinen. Einer meiner Cousins war so alt wie ich. Meine Mutter war seine Patentante. Die Weihnachtspäckchen für die Ostzone liebevoll zu gestalten war aufregend. Meine Mutter arbeitete in der Modebranche, und es war klar, dass sie meinem Cousin mit einer Markenjeans und dem passenden Sweat-Shirt beschenkte. Die waren bei den jungen Leuten in der DDR sehr begehrt. Mutters Cousine bekam dagegen Nylons und den letzten modischen Schrei aus dem Westen. Mal ein chices Kostüm, mal einen extravaganten Pulli oder ein besonderes Accessoires. Meine Großmutter legte zum Abschluss ein Pfund Bohnenkaffee dazu.

Familienritual in den 1960ern

Schließlich wurden die Kartons mit Packpapier umwickelt, die Oma noch liebevoll mit Tannenzweigen und Christbaumkugeln bemalte. Dann war das alljährliche Vorweihnachtsritual geschafft. Gemeinsam trugen wir die Schätze auf das nächste Postamt, um sie rechtzeitig gen Osten zu schicken. Das alles passierte in der ersten Adventswoche. Damit hatten wir die Gewissheit, dass Jeans, Pullis, Strümpfe und Kaffee am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum liegen konnten. Drüben.

5.1

Wenn die Pyramide aufgebaut wurde begann für mich Weihnachten.

Und hüben freuten wir uns schon riesig auf den Dresdner Christstollen. Doch nicht nur auf ihn. Weitere Schätze, die durch die Päckchen in unsere West-Wohnzimmer gelangten, waren die Figuren aus dem Erzgebirge. Ich habe sie geliebt: Da gab es die Kurrende-Sänger, die großen Nussknacker, Pyramiden mit echten Kerzen und natürlich der wunderschöne Schwibbogen fürs Fenster. Genau dann, wenn man von draußen seinen hell erleuchteten Kerzenschein sah, begann für mich Weihnachten.

Habt Ihr ganz besondere Kindheitserinnerungen an Weihnachten?

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